TATSÄCHLICH

Nicht legitim – Peskow über Selenskyj

Kremlsprecher Dmytro Peskow gab eine neue Erklärung ab und warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, nach dem Ende seiner fünfjährigen Amtszeit seine Legitimität zu verlieren.

Auf dem „Festival der Neuen Medien“ in Russland wiederholte Peskow noch einmal die Propagandathesen des Kremls über die angebliche Illegitimität Selenskyjs.

„Unser Präsident hat wiederholt erklärt, dass Präsident Selenskyj eindeutig seine Legitimität verloren hat“, sagte Peskow. Ihm zufolge kann dieses Problem die Friedensverhandlungen erschweren, die zur Beendigung des Krieges in der Ukraine geführt werden.

Die Amtszeit von Wolodymyr Selenskyj als Präsident lief am 20. Mai dieses Jahres ab, die Wahlen wurden jedoch aufgrund des Kriegsrechts in der Ukraine abgesagt. Die russische Propaganda verbreitet aktiv die Behauptung, Selenskyj sei nicht mehr der legitime Präsident. Nach Angaben des Kremls soll der Chef der Werchowna Rada, Ruslan Stefantschuk, die Ukraine führen.

Stefantschuk selbst wies diese Anschuldigungen jedoch zurück und wies darauf hin, dass die Ukraine keine Zweifel an der Legitimität Selenskyjs habe. Gemäß der Verfassung der Ukraine enden die Befugnisse des Präsidenten erst mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten. Aufgrund der russischen Aggression und des Kriegsrechts ist es derzeit nicht möglich, Wahlen abzuhalten.

 

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