Nach Angaben des EU-Klimawandeldienstes (C3S) war die globale Durchschnittstemperatur von Januar bis Oktober 2024 so warm, dass dieses Jahr wahrscheinlich ein neuer Temperaturrekord aufgestellt wird, sofern es in den kommenden Monaten nicht zu einer drastischen Klimaanomalie kommt. Ein solcher Indikator erhöht die Besorgnis der Wissenschaftler aufgrund der Zunahme des allgemeinen Erwärmungstrends.
Als Hauptgrund für die Rekordtemperaturen nennen Experten die allgemeine Klimaerwärmung. Carlo Buontempo, Direktor von C3S, stellte fest, dass „die Temperaturen auf allen Kontinenten und in allen Ozeanen steigen, sodass wir zweifellos neue Rekorde sehen werden.“ Diese Erwärmung erfasst nicht nur Landmassen, sondern auch die Ozeane, was erhebliche Auswirkungen auf die globalen Klimasysteme hat.
Trotz des Pariser Klimaabkommens von 2015, in dem sich die Staaten verpflichtet haben, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, gehen Wissenschaftler davon aus, dass dieser kritische Grenzwert bis 2030 erreicht wird. Sonia Seneviratne, Klimawissenschaftlerin am C3S, betonte, dass die Verzögerung beim Ergreifen aktiver Maßnahmen auf globaler Ebene das Einhalten dieser Schwelle zunehmend unwahrscheinlicher mache. Sie stellte außerdem fest, dass jeder neue Temperatursprung zu einer Zunahme extremer Wetterereignisse führt, die bereits jetzt zerstörerischer werden.