Der US-Senat will nächste Woche über ein bilaterales Abkommen nachdenken, das zur Freigabe der Militärhilfe für die Ukraine führen könnte. Dies gab der Vorsitzende der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, bekannt. Er äußerte die Hoffnung, dass nächste Woche im Senat eine parteiübergreifende Einigung über die Sicherheit der Südgrenze und die Finanzierung der Ukraine geprüft werde.
McConnell sagte auch, er erwarte, dass die Details des Deals in den kommenden Tagen bekannt gegeben würden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein Kompromiss erzielt werden könne, auch wenn das Haupthindernis weiterhin der Streit um die Befugnis des Präsidenten sei, an der Grenze festgehaltene Migranten freizulassen.
McConnell glaubt, dass jetzt der beste Zeitpunkt ist, dieses Paket an Entscheidungen zu verabschieden, denn selbst wenn die Republikaner die Wahlen 2024 gewinnen, können die Demokraten die Grenzprojekte im Senat blockieren. Auch der demokratische Vorsitzende Chuck Schumer äußerte sich optimistisch über die Zustimmung des Senats zum Deal und deutete an, dass dies zum ersten Mal möglich sei.
Die Verzögerung könnte auf die Unterstützung im Repräsentantenhaus zurückzuführen sein, wo Sprecher Mike Johnson unter dem Druck des konservativen Flügels der Republikaner steht. McConnell äußerte Zweifel, ob das Projekt von den Vertretern ebenso erfolgreich unterstützt werden würde wie im Senat.
Es sei daran erinnert, dass das Projekt mehr als 60 Milliarden Dollar für Hilfe für die Ukraine, 14 Milliarden für Israel und den gleichen Betrag für Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration an der Südgrenze vorsieht. Das Weiße Haus hatte zuvor berichtet, dass das Geld für neue militärische Unterstützung für die Ukraine aufgebraucht sei, bis der Kongress die notwendigen Entscheidungen treffe. Präsident Joe Biden forderte bei einem Treffen mit Kongressführern die baldige Freigabe der Mittel zur Unterstützung der Ukraine.