Die für den 20. Januar 2025 geplante Amtseinführung von Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten wird nicht nur ein wichtiges Ereignis für die Vereinigten Staaten sein, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die Weltpolitik haben. In den nächsten vier Jahren dürfte Trump eines von mehreren Szenarien verfolgen, die die internationale Lage erheblich verändern könnten. die Financial Times feststellte , wird die Ukraine in zwei dieser Szenarien erwähnt, und in beiden Fällen könnte sich das Land in einer schwierigen Situation befinden und gezwungen sein, Friedensabkommen ohne klare Sicherheitsgarantien zuzustimmen.
In diesem Szenario wird Trump versuchen, eine Aufteilung der Einflusssphären zwischen den USA, Russland und China zu schaffen. Die Amerikaner werden die Kontrolle über Kanada, Panama und Grönland erlangen und die Ukraine wird gezwungen sein, ein Friedensabkommen mit Russland ohne Sicherheitsgarantien zu akzeptieren. Dieser Ansatz beinhaltet Zugeständnisse der USA bei den Sanktionen gegen Russland und ein Ende der aktiven Handelskriege mit China, was zu einer Senkung der Zölle und dem Abschluss günstiger Geschäfte für amerikanische Unternehmen führen wird. Unter solchen Bedingungen werden Europa und Asien gezwungen sein, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen. In diesem Szenario wird die Ukraine einen vorübergehenden Waffenstillstand erreichen, Europa bereitet sich jedoch bereits auf eine Wiederaufnahme des Konflikts vor. Gleichzeitig könnten China, Russland oder die Demokratische Volksrepublik Korea ihre Militäreinsätze in Asien oder Europa verstärken. Die Spannungen nehmen zu und die USA werden, wie schon so oft in der Geschichte, in Feindseligkeiten verwickelt, um ihre Verbündeten zu unterstützen. Dieses Szenario beinhaltet eine Verschärfung populistischer Stimmungen in Europa sowie die Vorbereitung auf das Schlimmste.
In diesem Szenario wird sich Trump auf Handelskriege konzentrieren, die zu globaler Instabilität führen werden. Die Vereinten Nationen werden wirkungslos sein und die Länder werden beginnen, in interne Konflikte zu geraten. Das Aufkommen neuer populistischer Bewegungen wird zu politischer Polarisierung führen und Wirtschaftskrisen in Ländern wie Sudan oder Myanmar werden zusätzliche humanitäre Herausforderungen mit sich bringen. In dieser Version ziehen sich die USA aus der globalen Politik zurück und konzentrieren sich auf ihre eigene Wirtschaft. Europa wird beginnen, engere Beziehungen zu China aufzubauen, und der Krieg in der Ukraine wird irrelevant sein. China muss Russland eindämmen, um zu verhindern, dass es Europa angreift. Dies könnte zu Veränderungen in internationalen Allianzen und neuen Wirtschaftsabkommen führen, jedoch ohne aktives Eingreifen der USA. Mit diesem Plan wird Trump in der Lage sein, die USA wieder an die Spitze der Wirtschaftsmacht zu bringen, während die US-Verbündeten in Europa und Japan gezwungen sein werden, in ihre eigene Verteidigung zu investieren. Gleichzeitig wird China eine Wirtschaftskrise erleben und das Regime im Iran wird gestürzt. Die Lage in der Ukraine wird instabil bleiben, aber die USA werden in der Lage sein, die Aggression Russlands und Chinas einzudämmen.
Die Ukraine wird in zwei Hauptszenarien erwähnt: im Falle eines „neuen großen Staatsabkommens“ und eines „unbeabsichtigten Krieges“. Im ersten Fall können die USA die Ukraine zwingen, einem Friedensabkommen mit Russland ohne klare Sicherheitsgarantien zuzustimmen, was das Land in eine noch schwierigere Situation bringen würde. Im zweiten Fall kann die Situation selbst bei einem vorübergehenden Waffenstillstand stark eskalieren und die Vereinigten Staaten infolgedessen in einen neuen Konflikt hineingezogen werden, auch durch die Unterstützung europäischer Verbündeter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bereits erklärt, dass er versuche, Trump die Bedeutung eines langfristigen Friedensprozesses zu vermitteln und dass der Krieg mit Russland nicht schnell enden werde. Angesichts der „America First“-Politik könnte die Situation für die Ukraine jedoch noch unberechenbarer werden.
Wie die Analysten der Financial Times anmerken, dürfte in der Realität eine Mischung aus mehreren Szenarien eintreten, da globale Ereignisse schwer vorhersehbar sind. Die Ukraine dürfte weiterhin unsicher bleiben, und die neue Trump-Regierung, die nur begrenztes Interesse an globalen Allianzen hat, könnte ihren Ansatz zur Lösung des Konflikts in Osteuropa ändern. Die Ukraine befindet sich am Scheideweg zwischen großen Geopolitiken und dem Wunsch nach eigener Stabilität, was die Vorhersage künftiger Ereignisse noch schwieriger macht.