Michael Emerson, leitender Forscher am Zentrum für europäische politische Studien (CEPS) in Brüssel, gab die entsprechenden Berechnungen zu den Kosten des EU-Beitritts der Ukraine bekannt. Nach seinen Angaben wird der Beitritt unseres Landes zur Europäischen Union jährlich etwa 18,85 Milliarden Euro kosten. Die konkreten Bestandteile dieses Betrags wurden jedoch nicht genannt.
Diese Daten wurden von Dr. Heinz-W. Strubenhoff während einer Online-Veranstaltung zum Thema „Herausforderungen und Chancen des EU-Beitritts der Ukraine“. Was Wissenswertes für die Agrar- und Ernährungspolitik ist.
Strubenhoff unterstützte Emersons Ansicht zu den Kosten des EU-Beitritts der Ukraine und betonte die Bedeutung dieser Informationen im Kontext einer aktiven Diskussion über die finanziellen Aspekte des Beitritts. Er wies darauf hin, dass die derzeitige Finanzierung im Rahmen des Programms „Ukraine-Fazilität“ 12,5 Milliarden Euro pro Jahr beträgt, und wies darauf hin, wie wichtig es sei, die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Ukraine für die Verteidigung ganz Europas sorge.
Er wies auch darauf hin, dass der größte Vorteil der Mitgliedschaft in der Europäischen Union für die Ukraine die Möglichkeit des Freihandels sei, da die EU-Mitglieder keine Zölle zahlen und keiner Zollkontrolle unterliegen. Derzeit exportiert die Ukraine 55,2 % ihrer Produkte in die EU, und nach dem Beitritt könnte dieses Volumen noch steigen.
Wir erinnern daran, dass Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bereits im Dezember 2023 die Kosten für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union auf 130 bis 190 Milliarden Euro geschätzt haben. Der Studie zufolge würde die Ukraine im Falle eines EU-Beitritts ihren Beitrag zum gemeinsamen Haushalt der Ländergruppe um 17 % erhöhen. Der Mehrjahreshaushalt der Europäischen Union für den Zeitraum 2021 bis 2027 beträgt rund 1,1 Billionen Euro.